Workshop: Therapie von Hunden mit Aggressionsproblemen

Leider ist es passiert:  der Hund hat gebissen und dabei den Besitzer, eine Person im engeren Familienkreis, einen fremden Menschen oder einen anderen Hund verletzt. Schon seit einiger Zeit war das Zusammenleben problematisch. Immer wieder gab es kritische Situationen oder gar Beißvorfälle mit mehr oder weniger gravierenden Folgen. Die Beziehung zum Hund leidet zunehmend.

Manche Hunde sind in der Familie überwiegend freundlich und liebenswert ist, drohen aber in manchen, teilweise überraschenden Situationen oder schnappen plötzlich zu. Andere Hunde sind im häuslichen, vertrauten Umfeld sehr umgänglich und kooperativ, wohingegen ihr Verhalten beim Treffen fremder Hunde oder Menschen unberechenbar und manchmal schier unkontrollierbar sein kann.

In vielen Fällen ist der Mensch sind an einem Punkt, an dem er nicht mehr weiter weiß. Er hat den Haustierarzt um Rat gefragt, mit Hundetrainern gearbeitet oder Hundeschulen besucht. Das Ergebnis ist unbefriedigend. In manchen Fällen hat sich das Aggressionsproblem sogar verschlimmert.  Es stehen viele unbeantwortete Fragen im Raum: Sollte er den Hund abgeben? Aber an wen? Wer möchte einen aggressiven Hund übernehmen? Muss sein immer noch geliebter Hund eingeschläfert werden? Welcher Trainingsansatz könnte für den Hund die letzte Chance sein?

Dieses Seminar soll Hilfestellungen zum Umgang mit Situationen geben, in denen das Zusammenleben von Mensch und Hund durch eine Aggressionsproblematik stark gefährdet ist. Im theoretischen Teil erläutert Dr. Stephan Gronostay mit Hilfe von Fallbeispielen:

  • Ethologische Grundlagen von aggressivem Verhalten, Ursachen und Risikofaktoren
  • Ausdrucksverhalten bei Aggression
  • Verhaltensanalyse bei Aggression, Gefahrbeurteilung und Prognose
  • Therapie bei Aggressionsverhalten: Sofort- und Sicherheitsmaßnahmen, Einsatz von Hilfsmitteln, Planung und Durchführung einer Verhaltenstherapie

Im Praxisteil werden folgende Themen behandelt, mit Hunden der Teilnehmer (max. 6 Hunde).
Grundlagentraining (u. a. Aufmerksamkeitstraining, entspanntes Verhalten an der Leine)

Gewöhnung an Hilfsmittel (u. a. Maulkorb, Decke)
Kooperatives Verhalten im Zusammenhang mit Ressourcen

Vorstellung eines Praxisfalles mit Aggressionsproblem

Erhebung der Anamnese

Verhaltensbeobachtung und -tests

Diagnosestellung

Erarbeiten eines Therapieplans

Durchführung erster Trainingsschritte

Voraussetzung: geimpft, haftpflichtversichert, gut sitzendes Brustgeschirr
Termin: 25.04.+26.04.2020 von 9 Uhr-17.30 Uhr
Ort: wird noch bekanntgegeben.
Kosten: 250 € /Mensch-Hunde-Team inkl. Getränke, Snacks und Mittagessen, Handout, Teilnahmebestätigung
Teilnehmer ohne Hund: 185 €
Teilnehmer mit Hund: max. 6 Hunde
Teilnehmer ohne Hund: unbegrenzt